Pünktlich zu den gerade wieder einsetzenden winterlichen Temperaturen habe ich ein neues warmes Mützchen fertiggestrickt:

Selbu 3

Die Anleitung für den „Selbu modern“ gibt es kostenlos im Netz und man findet sie hier. Eigentlich habe ich den nur angeschlagen, weil ich noch allerhand Alpaca-Silk von meinem Silk-Cocoon-Cardigan übrig hatte und Alpaka ja schön warm ist. Als Kontrastfarbe habe ich einen Teil meiner in Denver gekauften Pagewood Farm Sockenwolle verwendet. Die beiden Brauntöne passen ganz gut zusammen, haben aber noch genügend Kontrast, um das Einstrickmuster erkennen zu lassen. Leider schaffe ich es einfach nicht, beidhändig zu stricken, d.h. eine Farbe mit der linken und die andere mit der rechten Hand zu führen. Das würde wahnsinnig viel Zeit sparen, aber ich kriege damit die Fadenspannung einfach nicht auf die Reihe. Stattdessen mußte ich jedes Mal den Faden wechseln, d.h. neu über Hand und Finger tüteln. Das dauert natürlich, auch bei einer kleinen Mütze, ziemlich lange, dafür kann man aber die Fadenspannung sehr gut regulieren.

Selbu

Von der Mützenform war ich erst gar nicht so überzeugt, das ist ja doch ein ganzer Haufen Wolle für einen kleinen Schädel, dachte ich mir. Nach dem Zusammenstricken der letzten Maschen sah das Ding auch erstmal einfach nur wie eine viel zu große Mütze aus. Na gut, Zeit für meine Geheimwaffe: Einen Teller! Da wurde die Riesenmütze erstmal drüber gezogen und dann ging es für ein Weilchen in ein warmes Bad. Nach dem Rausnehmen noch mal gerade und glattziehen und dann gemütlich trocknen lassen. Was für ein Effekt! Jetzt sitzt die Mütze ganz gut und sie bietet auch noch genügend Platz, um einen Pferdeschwanz oder einen Dutt bequem unterzubringen.

Selbu 4

(Das im Hintergrund ist übrigens kein Atompilz, sondern nur die untergehende Sonne…) Natürlich sind Alpaka und Seide keine besonders gute Wahl für das Bündchen der Mütze gewesen, das schon sehr schnell ausleierte und zu kalten Öhrchen führte. Aus dem Grund habe ich mir elastischen Nähfaden gekauft und einfach einmal von innen am Bündchen angehäkelt. Von außen unsichtbar und die Mütze schließt jetzt wieder luftdicht ab ;-) .

Selbu 2

Fazit: Das Stricken hat Spaß gemacht und das Ergebnis gefällt mir sehr gut! Mehr gibt es wie immer bei Ravelry.

Nach einem größeren Projekt nun wieder etwas Kleines, und zwar Socken nach einer Anleitung aus dem Buch „Sock Innovation“ von Cookie A. Das Buch kann ich nur empfehlen, es gibt dort Socken für jeden Geschmack, alle insgesamt eher anspruchsvoll zu stricken und am besten geeignet für solid und semi-solid Sockenwolle, also einfarbig oder nur leicht meliert. Einige Muster sehen wirklich wie kleine Kunstwerke aus, mit komplizierten Mustern aus Zöpfen und verschränkten Maschen. Auf Ravelry kann man einen Blick auf alle Anleitungen werfen. Einen recht großen Teil machen auch die Technikseiten aus, die das Entwerfen eigener Socken lehren. Dabei liegt der Schwerpunkt allerdings eher auf dem Design, z.B. der Wahl eines geeigneten Musters und dem Zusammenspiel der einzelnen Sockenteile, und etwas weniger auf der reinen Stricktechnik. Verschiedene Arten für das Stricken der Ferse oder die Möglichkeit, die Socken auch von unten nach oben zu stricken, sucht man hier leider vergebens. Trotzdem sind die Hinweise nützlich, z.B. wenn man die Socken in einer anderen Größe stricken möchte.
Ich persönlich kaufe mir solche Bücher sowieso meistens nur wegen der Anleitungen, die ich am liebsten einfach dumpf nachstricke. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, wenn ich wirklich mal selber Socken „entwerfen“ möchte, wird es für mich einfacher sein, ganz von vorne anzufangen und einfach selber herumzuprobieren, als verschiedene Rezepte von anderen Leuten zu befolgen.

Lange Vorrede, hier ist nun das Ergebnis, leider ist die Aufnahme nicht sooo aussagekräftig:

Milo 1

Da ich diese Socke im Schwedenurlaub angefangen habe, habe ich mich für ein vergleichsweise einfaches Muster, nämlich Milo, entschieden. An Wolle hatte ich noch ganz normale Regia vierfach bei mir rumliegen und Nadelstärke ist 2,5 mm. Das Muster ist relativ einfach zu merken und greift im Design das gleich Motiv von zusammen- und auseinanderlaufen Zöpfen einmal in einer „dicken“ Version (hinten auf der Wade, im Bild rechts) und einer „dünnen“ Version (vorne und auf dem Fuß) auf. Eine nette Idee und notfalls auch für Herrensocken geeignet, finde ich. Da ich es einfach nicht geschafft habe, vernünftige Bilder von der Socke hinzukriegen, habe ich ein bißchen mit Modellbaufigürchen rumgespielt, die ich gerade bei mir liegen hatte:

Milo 3
Expedition auf den Mount Milo ;-)

Milo 2

Mehr gibt es wie immer bei Ravelry.

Und wieder einmal ist etwas fertig geworden. Ja, ja, das dauert immer ewig, bis ich hier mal was poste, aber ich frickel halt gerne an größeren Teilen rum, die ewig dauern, und eh die dann auch noch mal fotografiert sind…

SilkCocoon3

Das ist der Silk Cocoon Cardigan, die Anleitung ist aus der Interweave Knits Spring 2009. Wie hier schon erwähnt, habe ich die Wolle bei meiner Reise nach Denver gekauft, allerdings war es dann – oh Schreck!- doch zu wenig. Während die Wolle vor Ort noch ein ziemliches Schnäpchen war, sorgte die Nachbestellung per Online-Dealer dann leider doch dafür, daß dieses Projekt nicht ganz billig wurde. 80% Alpaka und 20% Seide haben eben ihren Preis, fühlen sich aber auch wirklich himmlisch kuschelig an! Außerdem filzt und fusselt die Wolle überhaupt nicht, d.h. Misti Alpaca Suri & Silk ist in meinen Augen eine echte Empfehlung für ein edles Lieblingsstück. Nur die Farbe finde ich im Nachhinein nicht so super, so ein ganz dunkles Braun paßt z.B. nicht so gut zu Jeans, finde ich.

SilkCocoon5

Dieser Cocoon-Stitch hat ziemlich Spaß gemacht, obwohl ich immer eine kleine Häkelnadel hinterm Ohr hatte, um fünf Maschen gleichzeitig zusammenzustricken. Aber das Ergebnis macht sich sehr gut auf dem ansonsten schlichten Wrap, finde ich.

SilkCocoon4

Ansonsten sind Wraps ja wirklich praktisch, da muß die Paßform zumindestens an Hüfte und Taille ja gar nicht so hundertprozentig sein und man zurrt es eben ein wenig zurecht. Die angestrickten Benzel neigen leider ein wenig dazu, sich in die Länge zu ziehen, da sowohl Alpaka als auch Seide ja sehr unelastisch sind. Aber dann macht man die Schleife eben ein wenig größer, ist ja kein Problem ;-) .

SilkCocoon1

Psssst, auf dem Bild ist übrigens ein Fehler! Wer findet ihn? Auflösung: In echt bin ich Linkshänderin, aber hätte ich mich anders gedreht, hätte man ja die Schleife nicht gesehen. Die hübschen Formeln stammen auch eh von meinem Kollegen, mein eigenes Gekrakel kann man nur unten an dem Miezekatzen-Integral sehen.

(Mehr wie immer bei Ravelry.)

Die neue Vorschau ist online!
Wahrscheinlich wird es kein weiteres IWK-Heft mehr an die diesjährige Frühlingsausgabe heranschaffen, was die Anzahl der umgesetzten Strickstücken anbelangt. Aus der habe ich nun nämlich den Millefiori Cardigan und Betty’s Lace Stockings fertiggestellt und bin zur Zeit am Silk Cocoon Cardigan dran. Aber egal, wenden wir uns der aktuellen Vorschau zu. Es gefallen mir

  • Bandelier Socks: Die könnte ich mir auch gut in zwei Farben vorstellen, einmal weiß/natur und einmal ein selbststreifendes oder sonstwie buntes Garn.
    ShroyerSocks
  • Barcelona Jacket: Schön schlicht, aber durch den Kragen trotzdem mit Pfiff. Aber vielleicht nicht wie auf dem Foto in Übergröße bzw. über mopsigen Wintersachen.
    Barcelona
  • Trellis and Vine Pullover: Da hätte ich mal eine gute Idee, nämlich würde ich den gerne mit einem „Lace-Rollkragen“ stricken, also mit dem Muster von der Halspartie, aber eben höher als Steh- oder Rollkragen. Könnte auch doof aussehen, Versuch wäre aber mal interessant ;-)
    TrellisandWine
  • Berry and Bramble Cardigan: Auch der gefällt mir gut, allerdings checke ich diesen neuen Trend zu kurzen Ärmeln bei Strickjacken nicht. Darunter dann ein normales Shirt mit langen Ärmeln sieht schon doof aus, finde ich. Diesen „Layering-Trend“ werde ich wohl nie ganz kapieren…
    berry_n_bramble

Und dann gibt es noch ein paar weitere Designs, die ich auch ganz nett finde, aber die eher nicht in die engere Auswahl zum Nachstricken kommen. Fazit: Nettes Heft, das im Gegensatz zu seinem Vorgänger (Sommerausgabe) auch nicht auf Ebay enden wird ;-)

Die aktuelle Ausgabe von Simply Knitting mußte ich mir einfach bestellen. Darin gibt es die Anleitung für eine ganze Band von Hula-Hamstern!

Hula-Hamster

Die Anleitung ist von Alan Dart, der jeden Monat eine neue Kuscheltieranleitung in der Simply Knitting veröffentlicht. Für mich als ehemaliges Hamster-Frauchen sind diese kleinen Gesellen natürlich ein absolutes Muß, werde ich garantiert nachstricken!

Vor zwei Wochen habe ich das erste Mal in meinem Leben den Sprung über den großen Teich gewagt, es ging nach Amerika. Ein paar Details dazu findet man auch in meinem anderen Blog. Grund war eine Konferenz in Fort Collins, Colorado, die ich zusammen mit einem Kollegen besucht habe. Nach „Beendigung des Dienstgeschäftes“ (wie es im Beamtendeutsch so schön heißt) hatten wir noch einen Tag in Denver, um ein bißchen Shopping und Sightseeing zu erledigen.

Denver I

Da es zwar auch in Fort Collins ein Wollgeschäft gegeben hätte, dieses aber ziemlich weit weg vom Hotel war, ging es dann in Denver mit dem Bus Richtung Lamb Shoppe. Ein ziemliches Abenteuer, da der Busfahrer selber nicht so ganz wußte, wo er hält und wo nicht, und es wohl ziemlich komisch fand, zwei Touris in ein Wohngebiet zu befördern. Mein Kollege hielt es tapfer an einem gemütlichen Tisch aus, wo er sich ein Eckchen freischaufeln konnte, um ein bißchen was zu lesen, und ich durchstreifte eine gute Stunde lang das Geschäft.

Freude total im Wollgeschäft!

Ein bißchen enttäuscht war ich am Ende doch. Zwar war der Laden an sich sehr gut sortiert und richtig gemütlich. Im vorderen Bereich traf sich außerdem gerade ein „knitting circle“, also genau so, wie man das praktisch aus dem Fernsehen oder dem Internet kennt ;-) Aber natürlich hatte ich gehofft, in diesem Geschäft allerhand Wolle zu finden, die man in Deutschland nur schwer bekommt – insbesondere handgefärbte Sockenwolle wie z.B. Sundara, Socks that rock, Lorna’s Laces etc. Letztendlich gab es dann „nur“ ein bißchen Cherry Tree Hill, Pagewood Farm – und ein ganzes Regal voll mit deutschen Marken, die mir offensichtlich nachgereist waren.

Misti Alpaca Suri Silk Pagewood Yukon

Letztendlich entschied ich mich dann für 150g Pagewood Yukon, die vielleicht mal ein Clapotis werden möchten. Außerdem konnte ich noch ein Schnäppchen machen, nämlich 9 Knäuel Misti Alpaca 80% Alpaca, 20% Seide für nur 6.95 Dollar das Knäuel. Daraus soll ein Silk Cocoon Cardigan werden, den ich gerade angeschlagen habe. Die Wolle ist herrlich weich und hoffentlich gelingt mir der Cardigan – das wäre dann ja irgendwie ein schönes Reiseandenken.

Die schon in der Frühlingsausgabe von Interweave Knits bewunderten Lace Stockings sind schon seit längerer Zeit fertig und nun endlich auch mal fotografiert.

Lace Stocking V

Als Wolle hatte ich noch einiges an Regia Silk rumliegen, was vielleicht keine optimale Wahl war, da sie ein bißchen zu fluffig ist und außerdem stark zum Filzen neigt. Ich fürchte, auf Dauer wird das Muster damit leider nicht so gut zu erkennen sein. Aber es ist schön kuschlig an den Beinen – bei den aktuellen Temperaturen natürlich nicht unbedingt nur ein Vorteil…

Lace Stocking II

Das Finden der richtigen Nadelstärke war ein ziemlicher Kampf, mit der angegebenen (2.5 mm) war das ganze viel zu eng. Für das Muster ist es auch ziemlich wichtig, daß es in die Höhe genau so stark wie in die Breite gedehnt wird, sonst erkennt man nicht mehr die kleinen „Blümchen“, sondern hat nur noch ein paar Löcher auf einem „Mittelstreifen“. Letztendlich habe ich dann für die glatt rechts gestrickte Zehenpartie die Stärke 2.5 genommen, dann für den Fuß 3er-Nadeln und schließlich zehn Mustersätze nach der Ferse zu 3.5er-Nadeln gewechselt.

Lace Stocking III

Leider rutschen die Strümpfe natürlich wie blöd… Mal sehen, ob ich noch ein passendes Satinbändchen finde, das ich durch die oberste Lochmusterreihe ziehen kann – wie auch in der Anleitung vorgeschlagen. Falls mir das zu rüschig aussieht, werde ich evtl. einfach auf eine schwarze Gummilitze zurückgreifen, die ich hoffentlich irgendwie unauffällig befestigen kann. Zuerst dachte ich eigentlich, ich würde die sowieso nur unter Jeans anziehen, aber dann gefiel mir die Kombination zu dem Rock auf dem Foto eigentlich auch ganz gut. Und meine Knie scheinen mit jedem Jahr noch ein bißchen an Baby-Knubbel zu verlieren, also traue ich mich diesen Herbst ja vielleicht tatsächlich :-)

Mehr wie immer bei Ravelry.

Seit einigen Tagen ist die Vorschau auf die kommende Interweave Knits online. Ich bin ja nicht so der Sommerteile-Stricker, viele der Sachen sind mir zu labberig-luftig, insgesamt kämen nur vier Stück in die engere Auswahl:

  • Laura’s Cardigan: lauras-cardigan-4Dabei finde ich die Erzeugung des Plaid-Musters ziemlich genial. Ein Nachteil ist, daß man sich zum Nachstricken, wenn man vom Originalgarn abweicht, fünf Farben ausssuchen muß, die gut zusammenpassen, und sowas übefordert mich total…
  • Ribbons and Lace Cardigan: ribbons-and-lace-cardigan-1
    Ein niedliches Sommerjäckchen, aber vielleicht ein bißchen zu „schluffig“ für meinen Geschmack.
  • Elemental Boatneck: elemental-boatneck-2Sehr schlicht, aber eigentlich auch doch recht hübsch. Allerdings würde ich den nicht in Übergröße stricken, wie wohl für das Model geschehen, und evtl. noch ein bißchen Konturen an der Taille einarbeiten.
  • Grotto Wrap: grotto-wrap-1Ein luftiger Wrap kann eine feine Sache sein an kühleren Sommerabenden. Blöderweise finde ich die Fotos nicht so hundertprozentig aussagekräftig. Vielleicht warte ich also noch mal ab, bis die ersten fertigen Projekte auf Ravelry auftauchen. Die Anleitung zu diesem Wrap gibt es übrigens kostenlos auf knittingdaily.

Fazit: Nicht meine Lieblingsausgabe, aber was abonniert ist, ist abonniert…

Passend zum Frühling ist mal wieder ein etwas größeres Projekt fertig geworden:

Millefiori3

Der Millefiori Cardigan aus der aktuellen Interweave Knits. Die Wolle ist wieder Filosoft von Wolle Rödel, eine absolute Empfehlung für diesen Pulli. Ich brauchte acht Knäuel für meine Größe, das sind nur ca. 32 Euro an Wollkosten. Dazu kamen dann noch die Knöpfe, die übrigens gleich beim Stricken der Knopfleisten mit eingestrickt werden, also kein lästiges Annähen von den kleinen Dingerchen. Die Wolle ist ein Gemisch aus Baumwolle und Merino, sehr schön griffig und luftig und faßt sich einfach toll an. Einzig die Auswahl an Farben könnte von Wolle Rödel noch etwas erweitert werden. Es gibt aber sogar ein Korallenrot, das dem Original aus der IWK sehr nahe kommt.

Millefiori1

Die Anleitung kann ich absolut empfehlen. Sie ist etwas aufwendiger (z.B. werden die Knopfleisten separat gestrickt und erst nachher angenäht, um ein Ausbeulen aufgrund verschiedener Muster in Knopfleiste und Seitenteilen zu vermeiden), aber der Aufwand lohnt sich! Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Einziger etwas wunder Punkt: Dieses Muschelmuster über den Bündchen neigt etwas zum Ausleiern. Das sieht man vor allem in der Rückenansicht. Man könnte evtl. versuchen, noch eine Nadelstärke runterzugehen, um diesen Teil zu stricken. Evtl. liegt das dann aber auch an meinem Wollsubstitut, obwohl die Problematik wohl auch ein bißchen beim Originalgarn auftaucht, wenn man sich die Fotos im Magazin ganz genau anguckt.

Millefiori4

Davon lassen wir uns die gute Stimmung aber nicht vermiesen – Frühling…Sonne…Blümchen! Mehr gibt es wie immer bei Ravelry.

Nach einiger Zeit gibt es auch mal wieder was Fertiges zu begucken. Meine Leyburns warteten nun schon seit ewiger Zeit auf ihre Vollendung, weil ich einfach zu faul war, bei der zweiten Socke die letzten Maschen mit dem Elizabeth-Zimmermann-sewn-bind-off abzuketten (der nicht so schwierig ist, wie der lange Name vermuten läßt).

Leyburn 2

Ein bißchen über Muster und Wolle habe ich ja schon hier berichtet. Das Muster (Anleitung gibt es übrigens bei pepperknit) ist wirklich eine gute Idee, einfach zu merken, erzielt aber gerade bei handgefärbter Wolle einen sehr netten und nicht ganz alltäglichen Effekt. Man muß auch keine Angst haben, daß die längeren Spannfäden irgendwie Streß machen (Hängenbleiben oder so), damit hatte ich bislang noch keine Probleme. Auch das Toe-Up-Stricken war mit „Judy’s Magic Cast-On“ kein Problem, kann ich nur empfehlen.
Zweiter großer Pluspunkt bei diesen Socken ist die Wolle: Kundalini vom Schneeschaf. Ich habe gemerkt, daß ich ein großer Fan von Bambus-Merino-Mischungen für Socken bin. Die Wolle wirkt dadurch viel „luftiger“ als normale Sockenwolle, ist herrlich weich, glänzt schön und ist auch für den Sommer unbedingt geeignet. Außerdem ist die Farbe „Rabenflügel“ toll und schillert ihrem Namen gerecht in grau-blau-lila.

Der große Minuspunkt an den Socken ist die Paßform. Diese Nummer mit der Bumerangferse ist nicht so meins. Bei meinem hohen Spann ist die Socke an der Ferse ein bißchen zu eng und am Knöchel dann wieder zu weit. Und irgendwie kuschelt sich meine kleine eckige Hacke einfach gern in den hübschen rechten Winkel eines richtigen Fersenkäppchens ;-) Außerdem ist mir die ganze Socke vielleicht ein klein wenig weit geraten. Na ja, das sieht nach einer Runde in der Waschmaschine vielleicht auch schon anders aus.

Leyburn 1

Und nun heißt es: „stay tuned“. Denn am Wochenende habe ist das hier zu einem fertigen Jäckchen herangewachsen und soll in den nächsten Tagen in blumiger Atmosphäre geknipst werden:

Millefiori2

Mehr über die Socken bei Ravelry.

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