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Seit einigen Tagen ist die Vorschau auf die kommende Interweave Knits online. Ich bin ja nicht so der Sommerteile-Stricker, viele der Sachen sind mir zu labberig-luftig, insgesamt kämen nur vier Stück in die engere Auswahl:
- Laura’s Cardigan:
Dabei finde ich die Erzeugung des Plaid-Musters ziemlich genial. Ein Nachteil ist, daß man sich zum Nachstricken, wenn man vom Originalgarn abweicht, fünf Farben ausssuchen muß, die gut zusammenpassen, und sowas übefordert mich total… - Ribbons and Lace Cardigan:

Ein niedliches Sommerjäckchen, aber vielleicht ein bißchen zu „schluffig“ für meinen Geschmack. - Elemental Boatneck:
Sehr schlicht, aber eigentlich auch doch recht hübsch. Allerdings würde ich den nicht in Übergröße stricken, wie wohl für das Model geschehen, und evtl. noch ein bißchen Konturen an der Taille einarbeiten. - Grotto Wrap:
Ein luftiger Wrap kann eine feine Sache sein an kühleren Sommerabenden. Blöderweise finde ich die Fotos nicht so hundertprozentig aussagekräftig. Vielleicht warte ich also noch mal ab, bis die ersten fertigen Projekte auf Ravelry auftauchen. Die Anleitung zu diesem Wrap gibt es übrigens kostenlos auf knittingdaily.
Fazit: Nicht meine Lieblingsausgabe, aber was abonniert ist, ist abonniert…
Passend zum Frühling ist mal wieder ein etwas größeres Projekt fertig geworden:
Der Millefiori Cardigan aus der aktuellen Interweave Knits. Die Wolle ist wieder Filosoft von Wolle Rödel, eine absolute Empfehlung für diesen Pulli. Ich brauchte acht Knäuel für meine Größe, das sind nur ca. 32 Euro an Wollkosten. Dazu kamen dann noch die Knöpfe, die übrigens gleich beim Stricken der Knopfleisten mit eingestrickt werden, also kein lästiges Annähen von den kleinen Dingerchen. Die Wolle ist ein Gemisch aus Baumwolle und Merino, sehr schön griffig und luftig und faßt sich einfach toll an. Einzig die Auswahl an Farben könnte von Wolle Rödel noch etwas erweitert werden. Es gibt aber sogar ein Korallenrot, das dem Original aus der IWK sehr nahe kommt.
Die Anleitung kann ich absolut empfehlen. Sie ist etwas aufwendiger (z.B. werden die Knopfleisten separat gestrickt und erst nachher angenäht, um ein Ausbeulen aufgrund verschiedener Muster in Knopfleiste und Seitenteilen zu vermeiden), aber der Aufwand lohnt sich! Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Einziger etwas wunder Punkt: Dieses Muschelmuster über den Bündchen neigt etwas zum Ausleiern. Das sieht man vor allem in der Rückenansicht. Man könnte evtl. versuchen, noch eine Nadelstärke runterzugehen, um diesen Teil zu stricken. Evtl. liegt das dann aber auch an meinem Wollsubstitut, obwohl die Problematik wohl auch ein bißchen beim Originalgarn auftaucht, wenn man sich die Fotos im Magazin ganz genau anguckt.
Davon lassen wir uns die gute Stimmung aber nicht vermiesen – Frühling…Sonne…Blümchen! Mehr gibt es wie immer bei Ravelry.
Nach einiger Zeit gibt es auch mal wieder was Fertiges zu begucken. Meine Leyburns warteten nun schon seit ewiger Zeit auf ihre Vollendung, weil ich einfach zu faul war, bei der zweiten Socke die letzten Maschen mit dem Elizabeth-Zimmermann-sewn-bind-off abzuketten (der nicht so schwierig ist, wie der lange Name vermuten läßt).
Ein bißchen über Muster und Wolle habe ich ja schon hier berichtet. Das Muster (Anleitung gibt es übrigens bei pepperknit) ist wirklich eine gute Idee, einfach zu merken, erzielt aber gerade bei handgefärbter Wolle einen sehr netten und nicht ganz alltäglichen Effekt. Man muß auch keine Angst haben, daß die längeren Spannfäden irgendwie Streß machen (Hängenbleiben oder so), damit hatte ich bislang noch keine Probleme. Auch das Toe-Up-Stricken war mit „Judy’s Magic Cast-On“ kein Problem, kann ich nur empfehlen.
Zweiter großer Pluspunkt bei diesen Socken ist die Wolle: Kundalini vom Schneeschaf. Ich habe gemerkt, daß ich ein großer Fan von Bambus-Merino-Mischungen für Socken bin. Die Wolle wirkt dadurch viel „luftiger“ als normale Sockenwolle, ist herrlich weich, glänzt schön und ist auch für den Sommer unbedingt geeignet. Außerdem ist die Farbe „Rabenflügel“ toll und schillert ihrem Namen gerecht in grau-blau-lila.
Der große Minuspunkt an den Socken ist die Paßform. Diese Nummer mit der Bumerangferse ist nicht so meins. Bei meinem hohen Spann ist die Socke an der Ferse ein bißchen zu eng und am Knöchel dann wieder zu weit. Und irgendwie kuschelt sich meine kleine eckige Hacke einfach gern in den hübschen rechten Winkel eines richtigen Fersenkäppchens
Außerdem ist mir die ganze Socke vielleicht ein klein wenig weit geraten. Na ja, das sieht nach einer Runde in der Waschmaschine vielleicht auch schon anders aus.
Und nun heißt es: „stay tuned“. Denn am Wochenende habe ist das hier zu einem fertigen Jäckchen herangewachsen und soll in den nächsten Tagen in blumiger Atmosphäre geknipst werden:
Mehr über die Socken bei Ravelry.








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